In Niederwürzbach entsteht ein neuer Bildungs-Campus
Der Beigeordnete für Soziales der Stadt Blieskastel informiert
„Die Neugestaltung des gesamten Areals zwischen Kita, ehemaliger Volksschule (MIP-Gebäude) und Grundschule in Niederwürzbach zur “Neuen sozialen Mitte“ kommt gut voran“, so der u.a. für Schulen und Kitas in Blieskastel zuständige Beigeordnete für Soziales Guido Freidinger in seinem Zwischenfazit.
Zur Erinnerung: Mehr als drei Jahre hatte der Stadtrat über verschiedene Alternativen zur Erweiterung der in katholischer Trägerschaft befindlichen Kita in Niederwürzbach diskutiert, indes ohne, dass die damalige Verwaltungsspitze und die sie tragende Stadtrats-Mehrheit aus CDU und Grünen zu einer Entscheidung gelangte. Erst 2021 wurde dann, mit neuer Mehrheit und Verwaltungsspitze, die Entscheidung zu Gunsten eines Neubaus anstelle der als nicht mehr sanierungsfähig eingestuften katholischen Kita getroffen.
Reaktivierung alte Kita Bierbach als Zwischenlösung
Als dann unmittelbar vor Beginn des neuen Kindergartenjahres im Juli 2023 zahlreiche Eltern sich im Stadtrat darüber beschwerten, dass der Träger Ihnen keine Betreuungszusage machen könne, schlug die Verwaltung vor, bis zur Fertigstellung des zwischenzeitlich in Planung befindlichen Neubaus in Niederwürzbach, das leerstehende alte Kita-Gebäude in Bierbach als Interimslösung herzurichten. Nachdem die erforderlichen Umbauten erfolgt waren und die notwendigen Genehmigungen vorlagen, konnte im Oktober 2024 die “Wichtel-Kita Bierbach“ Ihren Betrieb aufnehmen. Es standen damit 25 Regelplätze und 11 Krippenplätze zusätzlich zur Verfügung.
Neubau Kindertagesstätte „Weiherwichtel“ nimmt Betrieb auf
Der Neubau der Kindertagesstätte Niederwürzbach wurde planmäßig im Mai dieses Jahres fertig gestellt, In den Ferien fand der Umzug von der alten Kindertagesstätte in der Pfeifferfeld-Straße in die Kirkeler Straße statt. Zum Neubeginn des Kindergartenjahres, am 13. August 2026 um 16:00 Uhr erfolgt die Einweihung unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidentin, Anke Rehlinger und der Bildungsministerin, Christine Streichert-Clivot. „Da wir aufgrund der gestiegenen Geburtenzahlen den neuen Kindergarten von 5 auf 7 Gruppen erweitert haben, konnten wir nun – nach erneuter Bedarfsprüfung – die Interimskita in Bierbach zum Ende dieses Kindergartenjahres schließen. Für die Kinder und die Beschäftigten hat der neue kommunale Betriebsträger „Kita Bliesgau gGmbH“, entsprechende Übernahmeangebote gemacht“, erklärten der städtische Beigeordnete Guido Freidinger und der GmbH – Geschäftsführer, Timo Banzet anlässlich einer kleinen Abschiedsfeier, zu denen die Kitaleitung und die Elternvertretung in Bierbach eingeladen hatten.
Umbau MIP-Gebäude für FGTS
Als weiterer Baustein in der Neugestaltung des Areals läuft derzeit die Planung für den Umbau des ehemaligen Volksschulgebäudes, das zukünftig die um eine Gruppe erweiterte FGTS und für die Zeit des anschließend geplanten Umbaus der Grundschule, die notwendigerweise auszulagernden Klassen aufnehmen soll. Gleichzeitig zu diesem Umbau Schritt sollen im Untergeschoss des Gebäudes neue Aufenthaltsräume für eine offene Jugendarbeit in Niederwürzbach entstehen. Mit einer Fertigstellung der Umbaumaßnahmen ist voraussichtlich aber nicht vor 2028 zu rechnen. „Durch den Umzug der Kindertagesstätte eröffnet sich uns nun die Möglichkeit, die Verlagerung der FGTS aus dem ehemaligen Schwesternhaus-Gebäude in das jetzt freiwerdende alte Kita-Gebäude als Zwischenlösung bis zur Bezugsfertigstellung des MIP-Gebäudes vorzuziehen. Nach einer ersten Prüfung könnte dies kostengünstig bis Ende dieses / Anfang nächsten Jahres realisiert werden. Da die Kirchengemeinde ohnehin die Veräußerung dieses Gebäudes beabsichtigt, dürfte dieser vorzeitige Umzug auch auf deren Interesse treffen und wir sparen die sonst erforderliche Mietzahlung obendrein.
Spätestens an dieser Stelle zahlt es sich aus, dass wir vor Beginn all dieser Um- und Neubaumaßnahmen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie eine längerfristige, in die Zukunft gerichtete Gesamtplanung für das Areal („Neue soziale Mitte“) vorgenommen haben“, so der Beigeordnete in seinen Ausführungen. „So können wir bei der Realisierung der Einzelbausteine Synergien erzielen und Zeit und Kosten einsparen“.
Grundhafte Sanierung der Grundschule steht noch aus
Auch am Gebäude der Grundschule wurde bereits vor Jahren ein erheblicher Sanierungsbedarf festgestellt, die dringend notwendigen Sanierungsmaßnahmen aber Immer wieder vertagt. „Wir können es uns nicht länger leisten, unsere Bildungs- und Betreuungsinfrastruktur verkommen zu lassen. Das ist Sparen am falschen Ende! Eine gute und sichere Infrastruktur (Kitas, Schulen und Nachmittagsbetreuung) ist grundlegende Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Grundlage für gute Bildung und dadurch Zukunfts-Chancen unserer Kinder und Enkel und damit nicht zuletzt wichtige Standortfaktoren. Und da sie in erster Linie den zukünftigen Generationen zugutekommen, ist es durchaus auch gerechtfertigt, solche Investitionen durch Kreditaufnahme längerfristig zu finanzieren, so der Beigeordnete abschließend.
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