Großbrand in Wellesweiler
Umfangreicher Einsatz von Feuerwehr, Polizei und Hilfskräften
Im Neunkircher Stadtteil Wellesweiler ist es am Nachmittag zu einem Großbrand in einem Entsorgungsbetrieb gekommen, der auf die Verarbeitung von Spraydosen spezialisiert ist. Aufgrund des Brandgeschehens hat es eine massive Rauchentwicklung gegeben.
Nach derzeitiger Einschätzung war ein Gebäude mit einer Fläche von rund 1.300 Quadratmetern auf einer Ausdehnung von etwa 30 mal 30 Metern vom Brand betroffen. Angrenzende Vegetationsflächen und Wohnbebauung sowie gegenüberliegende Firmengelände wurden durch die Einsatzkräfte besonders berücksichtigt. Weil ein Löscheinsatz im Inneren der Lagerhalle wegen der Gefahr explodierender Spraydosen für die Feuerwehrleute nicht möglich war, wurde unter anderem ein Löschroboter aus dem Landkreis St. Wendel eingesetzt.
Rund 150 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Neunkirchen, Homburg und St. Wendel, sowie der Berufsfeuerwehr Saarbrücken, der Werkfeuerwehren BOSCH und Saarstahl NK, THW und Polizei und DRK waren vor Ort. Landesbrandinspekteur Timo Meyer unterstützte die Einsatzleitung. Auch die Koordinierungsstelle für Bevölkerungsschutz des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport war besetzt und begleitete das Einsatzgeschehen.
Wegen der Rauchentwicklung wurde das Modulare Warnsystem (MoWaS) ausgelöst und hat die Bewohner im Umkreis aufgefordert Fenster und Türen zu schließen und Belüftungen auszuschalten. Untersuchungen zur Luftqualität laufen noch.
Weil der Betrieb unmittelbar an Wohnbebauung grenzt, wurden angrenzende Wohnhäuser geräumt. 20 der ca. 35 betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner wurden in der nahegelegenen Kirche St. Johannes untergebracht. Kräfte der Hilfsorganisationen stellten eine Betreuung sowie psycho-soziale Notfallversorgung. Die übrigen sind beispielsweise bei Verwandten oder Freunden untergekommen.
Fünf Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug standen bereit um insgesamt 3 Verletzte zu versorgen, wobei eine Person ins Krankenhaus musste. Das Deutsche Rote Kreuz unterstütz weiter mit Verpflegung und Betreuung der Einsatzkräfte.
Innenminister: „Mein besonderer Dank gilt allen Einsatzkräften“
Innenminister Reinhold Jost: „Mein besonderer Dank und meine große Wertschätzung gelten allen Einsatzkräften, die hier unter äußerst schwierigen und gefährlichen Bedingungen hervorragende Arbeit leisten. Die hochprofessionelle und enge Zusammenarbeit von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdiensten und allen weiteren Hilfskräften ist gerade bei einem Einsatz dieser Größenordnung von entscheidender Bedeutung. Ich danke allen Beteiligten für ihren engagierten und besonnenen Einsatz zum Schutz der Bevölkerung. Mein Dank gilt auch den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre Kooperation. © Ministerium für Inneres, Bauen und Sport

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