„Memory Walk“ in Homburg
Informationsveranstaltung zum Thema „Demenz“
Das diesjährige Motto des Welt-Alzheimertages lautet „Demenz – (k)eine Frage des Alters“. Es soll verdeutlichen, dass Demenz nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern Menschen aller Altersgruppen und Generationen in ihrem Umfeld einbezieht.
Anlässlich des Weltalzheimertages 2026 veranstaltete das Gerontopsychiatrische Netzwerk mit Schwerpunkt „Demenz“ im Saarpfalz-Kreis unter der Federführung der Psychosozialen Projekte Saarpfalz gemeinsam mit der Landesfachstelle Demenz Saarland einen kostenlosen Informationstag, der sich einem Thema widmete, das angesichts der zunehmenden Zahl betroffener Menschen immer wichtiger wird: das Thema „Demenz“. Die Infoveranstaltung, der so genannte „Memory Walk“ fand auf dem Christian-Weber-Platz in Homburg statt und sollte vor allem das Verständnis und die Unterstützung für Betroffene und pflegende Angehörige weiter fördern. Den Besuchern wurden vielfältige Attraktionen geboten, die Information, Begegnung und Unterhaltung miteinander verbanden.
Die verschiedenen Netzwerkpartner an zahlreichen Infoständen standen für Gespräche zur Verfügung, beantworteten individuelle Fragen und gaben wichtige Informationen rund um die Erkrankung, den Umgang mit Demenz sowie mögliche Unterstützungsangebote. Am Infostand der Psychosozialen Projekte gab es einen Demenzparcours, der auf anschauliche Weise vermittelte, mit welchen Herausforderungen Menschen mit Demenz im Alltag konfrontiert sein können. Die Besucher erhielten dadurch die Möglichkeit, sich intensiver in die Lebenswelt von Menschen mit Demenz hineinzuversetzen und ein besseres Verständnis für ihre Situation zu entwickeln. Zudem wurden an interessierte Besucher Demenz-Taschen verteilt mit Infomaterial rund um das Thema „Demenz“. An einem Glücksrad konnten die Besucher mit etwas Glück kleine Gewinne ergattern. Einen Einblick in die Vergangenheit bot der Stadtführer Herr Schröder mit seinen Erzählungen aus der Stadtgeschichte Homburgs, der die Geschichte lebendig werden ließ. Auch die Arbeit mit sogenannten Museumskoffern wurde vorgestellt. Präsentiert wurden ein Museumskoffer zum Thema „60 Jahre“ sowie ein Fussballkoffer. Die Koffer zeigten wie die Erinnerungsarbeit gestaltet und Menschen durch vertraute Gegenstände, Geschichten und Themen angesprochen werden können. Gerade für Menschen mit Demenz kann die Beschäftigung mit persönlichen Erinnerungen und vertrauten Erlebnissen wertvolle Momente schaffen. Für einen besonderen Moment sorgten die Netzwerkpartner mit einer gemeinsamen Aktion rund um das Schwungtuch, das auch in der Arbeit mit Menschen mit Demenz eingesetzt wird. Gemeinsam wurde das große, bunte Tuch bewegt, angehoben und zum Schwingen gebracht – eine einfache Aktivität, die schnell für Freude, Bewegung und Gemeinschaft sorgt. Die gemeinsamen Bewegungen fördern die Koordination, Beweglichkeit und Wahrnehmung und sprechen geleichzeitig verschiedene Sinne an. Wichtig ist dabei auch der gemeinschaftliche Aspekt: die Teilnehmenden erleben, dass sie gemeinsam etwas bewegen und gestalten können. Für das leibliche Wohl war ebenfalls gesorgt: Kaffee und Kuchen wurden kostenlos angeboten und luden zum Verweilen und zu Gesprächen ein. Der Informationstag machte deutlich, wie wichtig es ist, das Thema „Demenz“ stärker in die Mitte der Gesellschaft zur rücken. Demenz betrifft nicht nur die erkrankten Menschen selbst, sondern auch ihre Familien, Freunde und das gesamte soziale Umfeld. Informationsangebote, Begegnungsmöglichkeiten und ein besseres Verständnis können dazu beitragen, Berührungsängste abzubauen und Betroffene stärker einzubeziehen. Grußworte an die Teilnehmenden uns Passanten richteten Landrat Frank John, Beigeordnete der Stadt Homburg Herr Philipp Scheidweiler sowie Thomas Müller vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit. Sie unterstrichen damit die Bedeutung des gemeinsamen Engagements für Menschen mit Demenz und deren Angehörige. Der „Memory Walk“ erfreute sich einer guten Resonanz und wird sicherlich nächstes Jahr wieder fortgesetzt.
Wenn Sie mehr über die Arbeit des Netzwerkes erfahren möchten, kontaktieren Sie uns gerne und wenden Sie sich bitte an: Kontakt: Gerontopsychiatrisches Netzwerk mit Schwerpunkt Demenz im Saarpfalz-Kreis, c/o Psychosoziale Projekte gGmbH, Goethestr. 2, 66424 Homburg, Telefon 06841/93 43-0, www.psp-homburg.de © Zboch









