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Grüne Sommertour durch Homburg

Zuhören, nachfragen und Anliegen mitnehmen - Grüne Spitzenkandidat*innen im Gespräch mit Homburger Gewerbetreibenden

Innenstadt braucht gute Rahmenbedingungen, Kommunikation und Aufenthaltsqualität. Homburg, 22. September 2026 – Wie erleben die Homburger Gewerbetreibenden ihre Innenstadt? Was läuft gut, wo gibt es Probleme und was wünschen sie sich von der Stadt? Diesen Fragen gingen die Grünen im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour durch Homburg nach. Gemeinsam mit ihren Spitzenkandidat*innen für die Landtagswahl, Anne Lahoda, Lisa Becker und Volker Morbe, besuchten die Grünen mehrere Geschäfte und führten intensive Gespräche mit den Inhaberinnen und Inhabern. 

Stationen waren unter anderem Michas Dekoccino, Freistil, Per Due, dm Markt und Galileo. Zum Abschluss wurde der Austausch im Oh!lio am Marktplatz fortgesetzt. „Wir wollten nicht über den Einzelhandel reden, sondern mit den Menschen, die täglich in unseren Geschäften stehen und erleben, was in der Innenstadt funktioniert – und was nicht“, erklärt Katrin Lauer, Stadtverbandssprecherin „Wir haben sehr offene Gespräche geführt und viele konkrete Hinweise mitgenommen. Genau solche Gespräche vor Ort sind für unsere politische Arbeit wichtig.“ Ein zentrales Thema war die Erreichbarkeit der Innenstadt. Dabei wurde nicht grundsätzlich weniger Erreichbarkeit gewünscht, sondern eine andere Aufteilung der Flächen: Weniger Autos unmittelbar vor den Geschäften, dafür gut erreichbare Parkmöglichkeiten am Rand der Innenstadt und ein funktionierendes Parkleitsystem. Auch Begrünung und eine höhere Aufenthaltsqualität wurden angesprochen. Das aktuelle Einzelhandelskonzept der Stadt beschreibt ebenfalls die Belastungen durch Parksuchverkehr und verweist auf vorhandene Parkmöglichkeiten am Rand der Innenstadt. Großen Raum nahm außerdem die Kommunikation zwischen Stadt und Gewerbetreibenden ein. Gerade bei verkaufsoffenen Sonntagen wünschen sich die Geschäftsinhaberinnen frühzeitigere und verlässlichere Informationen. Teilweise erfahre man erst über andere Händlerinnen von Terminen. Für die Geschäfte sei eine frühzeitige Planung jedoch wichtig, insbesondere wegen Personaleinsatz und zusätzlicher Arbeitstage. Auch eine stärkere Bewerbung solcher Aktionen durch die Stadt wurde angeregt. Dass verkaufsoffene Sonntage für viele Geschäfte ein wichtiges Thema sind, zeigt auch die städtische Veranstaltungsplanung für 2026. „Die Geschäfte brauchen Planungssicherheit und sie wollen wissen, was in der Stadt passiert“, so Lisa Becker, Spitzenkandidatin des Wahlkreises Neunkirchen. „Dazu gehört für mich auch eine gute Kommunikation. Stadt und Gewerbetreibende sollten regelmäßig miteinander im Gespräch sein.“ Daneben ging es um ganz konkrete Probleme des Alltags: fehlende oder volle Mülleimer, Sauberkeit, defekte Laternen, Stolperstellen, ungepflegte Ecken und fehlende oder verbesserungswürdige Bepflanzung. Angeregt wurde auch eine besser erreichbare Ansprechperson beziehungsweise ein Ansprechpartner, an die oder den solche Hinweise unkompliziert weitergegeben werden können. Ein weiteres Thema war die Sicherheit im Umfeld der Geschäfte. Mitarbeiter*innen berichteten teilweise von Situationen, in denen sie sich unsicher fühlen. Gewünscht wurden deshalb neben einer stärkeren Präsenz von Ordnungskräften auch Streetwork-Angebote und niedrigschwellige Ansprechpartner. „Innenstadtentwicklung besteht nicht nur aus großen Projekten“, betont Lisa Becker. „Es sind oft die vielen kleinen Dinge, die darüber entscheiden, ob Menschen sich in einer Innenstadt gerne aufhalten: Sauberkeit, Licht, Begrünung, Sicherheit, gute Kommunikation und attraktive Angebote. Man möchte das Gefühl haben, dass sich jemand kümmert.“ Auch die Frage nach der Zukunft des Einzelhandels wurde angesprochen. Einige Geschäfte verfügen über besondere Angebote und Alleinstellungsmerkmale, die Homburg attraktiv machen. Gleichzeitig wird die Konkurrenz durch größere Anbieter und insbesondere das Outlet kritisch gesehen. Unterschiedliche Öffnungszeiten und die Konkurrenz um Fachkräfte und Personal erschweren die Planung zusätzlich. Gleichzeitig wurde deutlich: Die Gewerbetreibenden berichten von guten und unkomplizierten Verhältnissen mit ihren Vermieter*innen. Auch das ist eine wichtige Voraussetzung für einen lebendigen Einzelhandelsstandort. „Wir haben an diesem Abend sehr viel mitgenommen und auch viel gelernt“, fasst Katrin Lauer die Tour zusammen.

„Unser Eindruck war: Die Menschen vor Ort wollen sich einbringen. Sie wünschen sich Austausch, Transparenz und verlässliche Kommunikation. Und sie möchten, dass ihre konkreten Hinweise auch ankommen.“ "Die Grünen werden die gesammelten Anliegen nun intern auswerten und in ihre weitere kommunal- und landespolitische Arbeit einfließen lassen, " so Lisa Becker. „Wir kommen wieder“, kündigt Katrin Lauer an. „Und wir freuen uns schon auf unser nächstes Treffen bei Michas Dekoccino.“ © Katrin Lauer

Schenk, Silvia
25. Sep 2026