Page 20 - Ausgabe 030 / Februar 2015
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 Tipps vom Versic
Auch wenn die Zinsen ni finanzieren
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  Auch wenn die Zinsen niedrig sind:
Die eigenen vier Wände solide finanzieren
Wer in Zeiten niedriger Kapitalmarkt- zinsen Geld anlegen möchte, hat ein Problem: Die Guthabenverzinsung ist derzeit – insbesondere bei Anlagen, de- ren Risikoprofil nicht allzu hoch ist – überschaubar. Was jedoch des einen Leid ist, ist des anderen Freud. Denn nicht nur die Guthabenzinsen, auch die Darlehenszinsen sind in den letzten Jahren in den Keller gegangen. Baugeld oder finanzielle Mittel für einen Immo- bilienerwerb waren noch nie so günstig.
Angesichts der Situation am Kapitalmarkt ist es naheliegend, nun über das eigene Haus oder die Eigentumswohnung nachzudenken.
Freuen SIe sich auf Ihre eigenen vier Wände
Denn eines ist klar: Eigene vier Wände ma- chen unabhängig und bieten Sicherheit, auch für spätere Tage. Potenzielle Erwerber und Bauherren sind dennoch gut beraten, vor einer Immobilienfinanzierung zunächst die eigene finanzielle Lage zu prüfen und realistisch zu beurteilen. Denn auch, wer jetzt angesichts niedriger Zinsen Wohnei- gentum erwerben kann, muss sich darauf einstellen, die eingegangene Finanzierung über 20 und mehr Jahre durchzuhalten.
Die Entscheidung für oder gegen eine Im- mobilie sollte grundsätzlich nicht unter Zeit- druck getroffen werden. Und die Finanzie- rung muss so gestaltet sein, dass noch Re-
serven zum Leben bleiben, auch wenn die Kapitalmarktzinsen wieder steigen. Damit ist zu rechnen, auch wenn dies momentan noch nicht abzusehen ist. Zumindest bei Hy- pothekendarlehen werden nach Auslaufen der Zinsbindungsfrist – in der Regel nach 10 Jahren – die Darlehenszinsen an Marktkon- ditionen angepasst. Endet also eine jetzt ein- gegangene Zinsbindung in einer Phase höhe- rer Kapitalmarktzinsen, wird die monatliche Belastung durch ein aufgenommenes Darle- hen teurer. Darauf müssen sich Bauherren und Immobilienerwerber einstellen und ihre Fi- nanzierung mit „Luft nach oben“ versehen.
Den Neubau günstig finanzieren
Die Gesamtkosten einer Immobilienfinan- zierung werden in der Regel durch eine Kombination verschiedener Bausteine auf- gebracht – denn nahezu niemand kann ein eigenes Haus oder eine Eigentumswohnung aus dem Stand bezahlen. Verwendet werden üblicherweise vorhandenes Eigenkapital – je mehr, desto besser –, ein Bauspar- und ein Annuitätendarlehen. Für die Höhe der Anteile gilt die Faustregel: 20 bis 30 Prozent Eigen- kapital, 20 bis 25 Pro-zent Bauspardarlehen sowie 50 bis 60 Prozent Annuitätendarlehen.
Ein guter Weg, das benötigte Eigenkapital für den Immobilienerwerb zu bilden, ist das Bau- sparen. Bausparer profitieren von einem sys- tembedingten Pluspunkt: der Unabhängigkeit dieses Zwecksparinstruments vom Kapital- markt. Denn Bauspardarlehen werden im Gegensatz zu Hypothekendarlehen in der Re- gel nicht über den Kapitalmarkt refinanziert, sondern über Einzahlungen aller Bausparer in einen gemeinsamen Topf.
Es entsteht so ein geschlossener Spar- und Entnahmekreislauf, der es erlaubt, Bausparern besonders günstige Darlehenskonditionen über die gesamte Vertragslaufzeit zu gewäh- ren. Diese Kostensicherheit erleichtert die Pla-
nung jedes Vorhabens, sei es nun Hausbau oder -kauf, aber auch eine Sanierung oder Modernisierung.
Bausparen steht ferner für Zinssicherheit: Ne- ben einer Verzinsung der eingezahlten Gel- der in der Sparphase profitieren Bausparer auch während der Rückzahlung ihres Bau- spardarlehens von einem festen Zinssatz – über die gesamte Vertragslaufzeit.
Wer in absehbarer Zeit eine Immobilie errich- ten oder finanzieren will, dem kann die nach- folgende Checkliste als Übersicht dienen. Alle genannten Punkte in die eigenen Überlegungen einzubeziehen, bewahrt vor Überraschungen.
1. Gesicherte und rechtzeitige Finanzierung
Kein Beginn einer Bau- oder Kaufmaßnahme ohne gesicherte und rechtzeitig zur Verfü- gung stehende Finanzierung. Achtung: Man- che Darlehen werden erst mit dem Ab- schluss der Maßnahme ausgezahlt; deshalb dafür eine Zwischenfinanzierung vorsehen.
2. Finanzierungsberatung
Dass sie qualifiziert, seriös und transparent sein muss, versteht sich eigentlich von selbst. Es lohnt, hierfür genügend Zeit einzuplanen und Angebote zu vergleichen.
Oder solls doch lieber
eine Eigentumswohnung für Sie sein
3. Wenn das liebe Geld nicht wär...
Bauherren und Immobilienfinanzierer sollten im Auge behalten, ob alle Kosten auch wirk- lich angemessen sind. Wo es geht, gerade beim Bau Festpreise vereinbaren und beim Kauf einen vereidigten Sachverständigen hin- zuziehen. Verträge erst unterschreiben, wenn alle Details klar sind; beim Kauf vorsorglich Einsicht in das Grundbuch nehmen. Weitere Nebenkosten berücksichtigen: Notar, Makler, Grunderwerbssteuer; Finanzierungskosten wie Disagio, Umzugskosten. Eventuell prü- fen, ob Erschließungskosten anfallen.
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