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Theaterstück „Mayas Kontra“ am 5. März im Saalbau

Komödie von Carolina Zimmermann statt „Und wenn wir alle zusammenziehen?“

Die Homburger Theatersaison startete mit einem Klassiker von Agatha Christie in die neue Theatersaison für das Jahr 2026. Bereits am Donnerstag, 5. März, folgt um 19 Uhr, ebenfalls im Kulturzentrum Saalbau, das nächste Theatergastspiel mit der Komödie „Mayas Kontra“ von Carolina Zimmermann. 

Ursprünglich war für diesen Tag das Stück „Mein fabelhaftes Verbrechen“, dann als Ersatz das Stück „Und wenn wir alle zusammenziehen?“ vorgesehen. Nun kommt es erneut zu einer Änderung. Bereits verkaufte Eintrittskarten behalten ihre Gültigkeit, können aber auch zurückgegeben werden.

„Mayas Kontra“ ist eine fesselnde Komödie über Mut, Werte und Menschlichkeit von Carolina Zimmermann, die aufgeführt wird vom Ensemble 2D 3H von a.gon München Theater aus Leidenschaft. 

Die 23-jährige Maya hat Großes vor: Frisch eingebürgert, hochmotiviert und Mitglied einer liberal-progressiven Partei, will sie in der Politik durchstarten. Allerdings hat ihr niemand gesagt, dass man dort eher Geduld als Ideale braucht, dazu eine gute Portion Ellenbogenmentalität und vor allem rhetorische Brillanz. Und gerade die Fähigkeit, ihre Stimme frei und ohne Selbstzweifel zu erheben, hat sie noch nicht entwickelt.

Dieses Manko scheint ausgerechnet Dr. Christian Stahl zu triggern, ein politisches Schwergewicht der gegnerischen Partei. Er wird Maya gegenüber ausfällig – was gefilmt wird und im Internet viral geht. Damit steht Stahl am modernen Pranger. Um den Schaden zu begrenzen und positive Meldungen zu erzeugen, wird Stahl von seiner Parteispitze genötigt, Maya als Rhetorik- und PR-Coach zu betreuen. Auch Maya ist nicht begeistert – fürchtet sie doch, als politisches Aushängeschild der Falschen missbraucht zu werden.

Doch zu beider Erstaunen wird aus anfänglicher Feindseligkeit eine herrlich schräge Beziehung, irgendwo zwischen Provokation, Trauma-Verarbeitung und Schopenhauer. Und Maya erweist sich nicht nur als gelehrige Schülerin, sondern als Ausnahmetalent.

Auf ihrem mit Intrigen, misslungenen Reden und Rückschlägen gepflasterten Weg hat Maya treue Begleiter: Da ist Leonard, geborener Schweizer und ebenfalls Neu-Bürger mit Liebe zu Rap und Subkultur. Und da ist ihr Vater, ein syrischer Intellektueller. Er hat Maya einst in Sicherheit gebracht in ein Land, in dem er sich nun jedoch zusehends fremd fühlt – und das er verlassen wird. 

Maya lernt, dass es mehr braucht als ein Mikrofon und eine Parteimitgliedschaft, um die eigene Stimme zu erheben. Am Ende verlieren sowohl Maya als auch Dr. Stahl zwar die politische Bühne – nicht aber ihren Mut. Gemeinsam starten die ehemaligen „Erzfeinde“ einen Podcast – die wahrscheinlich absurdeste Allianz seit es Talkshows gibt. Eine herrliche moderne Komödie – mal schräg, mal bissig, dabei aber stets tiefsinnig und berührend – und immer mit ganz viel warmherziger Menschlichkeit. 

Zur Besetzung gehören u. a. Anhelina Vlasenko, Michel Guillaume, Judith Riehl, Norbert Heckner/Johannes Pfeiffer und Michael Stark. Die Regie führt Johannes Pfeifer, Claudia Weinhart ist für das Bühnenbild verantwortlich, die Kostüme verantwortet Anna Determann. 

 

Karten für diese und alle weiteren Aufführungen der Homburger Theatersaison sind in der Tourist-Info am Kreisel in der Talstraße 57a, über den Anbieter Ticket Regional unter www.ticket-regional.de/homburg sowie – soweit verfügbar – an der Abendkasse erhältlich. Einlass ist ab 18 Uhr. Veranstalter ist die Homburger Kulturgesellschaft gGmbH. © Stadt HOM

Schenk, Silvia
23. Feb 2026