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Den Horizont erweitern

Sozialpraktikum am Johanneum

Zwei Wochen lang tauschten 113 SchülerInnen des Johanneums ihren Klassensaal mit sozialen Einrichtungen

 

„Einer trage des anderen Last“ - unter diesem Motto stand der Gottesdienst in der Kapelle des Gymnasiums Johanneum, mit dem das Sozialpraktikum COMPASSION der Klassenstufe 10 abgeschlossen wurde. Das Schulseelsorgeteam unter Leitung von Pfarrer Kevin Gutgesell und Sarah Lutter hatte den Gottesdienst geplant, die musikalische Begleitung übernahm Pia Herrmann.

Auf stilisierten Händen hielten die 113 SchülerInnen ihren persönlich stärksten Eindruck aus dem Praktikum noch einmal fest. Und diese Eindrücke waren so vielfältig wie ihre Praktikumsstellen. Etwa zwei Drittel der SchülerInnen halfen mit ihren Händen in Krankenhäusern, Kindertagesstätten und Seniorenheimen. Andere taten es in Grundschulen und Förderschulen, in Einrichtungen der Physiotherapie, aber auch in Pfarrämtern oder im CJD Jugenddorf.

Menschen ein Stück weit auf ihrem Weg begleiten, ihnen zuhören, ihnen helfen, so gut es geht und dabei auch etwas über sich selbst lernen – das war das Ziel des Sozialpraktikums. Zwei Wochen lang ging es nicht um Englisch oder Mathematik, sondern um das Messen von Blutdruck und Puls, um Basteln mit Kindern oder um Gymnastik und Gedächtnistraining mit älteren Menschen.

Dieser Blick über den eigenen Tellerrand hat sich für die meisten SchülerInnen sehr gelohnt. Drei Viertel gaben an, dass das Praktikum ihnen viel gebracht hat. Es hat bemerkenswerte Begegnungen mit Menschen ermöglicht, von der Freude über eine Geburt bis hin zur Trauer über den Tod. Es hat Einblicke in die Arbeitswelt von PflegerInnen und ErzieherInnen vermittelt und vielen SchülerInnen Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein gegeben, weil sie ihre Aufgaben gut gemacht haben und dafür häufig auch lobende Worte vom Personal gehört haben.

Aber auch die schwierigen Momente im Praktikum kamen im Gottesdienst zur Sprache. Die Momente, in denen man eigene Grenzen spürt oder mit Unfreundlichkeit umgehen muss. Einige SchülerInnen trugen dazu Auszüge aus den Praktikumsberichten vor, die Praktikumsbetreuer Johannes Priester zusammengestellt hatte.

Als ihr persönliches Fazit des Praktikums schreibt eine Schülerin: „Mir ist klar geworden, dass Gesundheit nicht selbstverständlich ist und wie schnell sich das eigene Leben ändern kann“. Eine andere schreibt: „Das Praktikum hat mir gezeigt, wie wichtig es ist, dankbar zu sein und auch kleine positive Momente bewusst wahrzunehmen“.

 

Schulleiter Oliver Schales würdigte alle Schülerinnen und Schüler als so dringend notwendige Botschafterinnen und Botschafter für Compassion – gerade in diesen unruhigen Zeiten. Er bedankte sich bei Projektleiter Johannes Priester für 25 Jahre Einsatz und Organisation des Projektes am Johanneum mit einem besonderen Compassion-Plakat mit persönlichen Grüßen der Teilnehmer für ihn. © Johannes Priester

Schenk, Silvia
26. Mär 2026