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Fördern und Fordern für ein starkes Saarland

Neue Integrations- und Teilhabestrategie für das Saarland beschlossen

Der saarländische Ministerrat hat heute der Integrations- und Teilhabestrategie des Saarlandes zugestimmt. Damit wird künftig Zugewanderten die Integration erleichtert und ein gleichberechtigter Zugang zu Chancen sowie gesellschaftlichen Angeboten geschaffen.

„Im Saarland hatte 2024 rund jede vierte Person einen Migrationshintergrund und auch die Zuzugszahlen von schutzsuchenden Menschen sind nach wie vor auf einem hohen Niveau. Hier besteht ein dringender Handlungsbedarf, um eine gleichberechtigte Teilhabe am sozialen, politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Leben im Saarland zu ermöglichen – und das unabhängig vom Herkunftsland. Gelingende Integration setzt den Willen und das eigene Engagement von Menschen mit Migrationsgeschichte zur Eingliederung in die Gesellschaft voraus. Daher orientiert sich unsere neue Landesintegrationsstrategie am Grundsatz des Förderns und Forderns,“ betont Sozialminister Magnus Jung. 

Die Strategie wurde in einem breiten Beteiligungsprozess in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern, Expertinnen und Experten, Menschen aus der Praxis und Menschen mit Migrationshintergrund erarbeitet. Damit konnten ihre Rückmeldungen, Kritik und Anmerkungen in die Ausrichtung der Strategie miteinfließen. Da Integration eine Querschnittsaufgabe ist, wurden neben den verschiedensten gesellschaftlichen Akteuren, auch die gesamte Landesregierung in die Erarbeitung der Landesintegrationsstrategie eng eingebunden. 

Zusammenfassend wurden folgende sieben Handlungsfelder bestimmt: 

• Aufnahme, Erstorientierung und Ankommen mit Unterstützung durch Wegweiser und Anlaufstellen 
• kultursensible Ausgestaltung der Beratung, Begleitung und Betreuung 
• Bildungsintegration- und Teilhabe sowie Sprachförderung unter besonderer Berücksichtigung des Prinzips der Eigenverantwortung 
• berufliche Integration unter besonderer Berücksichtigung internationaler Fachkräfte
• politische Teilhabe, bürgerschaftliches Engagement und kulturelle Partizipation 
• diskriminierungsfreier Zugang zur gesundheitlichen Versorgung
• respektvolles demokratisches Miteinander. 
Im Rahmen der Strategie werden außerdem Zieldimensionen der Integrations- und Teilhabepolitik des Landes definiert: die Erstintegration neu Zugewanderter, die nachhaltige Integration von Menschen mit Migrationsgeschichte in die Regelsysteme und das interkulturelle Zusammenleben. Somit richtet sich die Strategie neben neu zugewanderten und bereits länger im Saarland lebenden Menschen mit Migrationsgeschichte auch an die Strukturen der Regelsysteme, an Kommunen, Zivilgesellschaft und die gesamte saarländische Bevölkerung. 

„Unser Saarland profitiert jeden Tag von der Vielfalt der Menschen, die hier leben und arbeiten –Einwanderinnen und Einwanderer sind für unseren Arbeitsmarkt unverzichtbar, etwa in der Pflege und in vielen weiteren systemrelevanten Berufen. Mit der neuen Integrations- und Teilhabestrategie stärken wir deshalb nicht nur faire Chancen für alle, sondern auch den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.“

Die Integrations- und Teilhabestrategie ist unter www.saarland.de/integrationsstrategie abrufbar. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

Schenk, Silvia
13. Jan 2026