Für eine gesunde Zukunft
HPV-Impfung für Mädchen und Jungen
Anlässlich des Welt-HPV-Tag, der jedes Jahr am 04. März stattfindet, möchte das saarländische Gesundheitsministerium das Bewusstsein für Humane Papillomviren (HPV) verursachte Krebserkrankungen schärfen und für die Impfung als wirksame Präventionsmaßnahme werben.
Humane Papillomviren (kurz: HPV) gehören zu den häufigsten virusbedingten Infektionen weltweit und können zu verschiedenen Krebsarten sowie zu Genitalwarzen führen – bei Männern ebenso wie bei Frauen. Bei Frauen kann HPV Gebärmutterhalskrebs auslösen. Bei Männern kann die Infektion unter anderem Analkrebs, Peniskrebs und Krebs im Mund-Rachen-Raum verursachen.
Das Ministerium möchte mit diesen Informationen mit der Annahme aufräumen, dass HPV nur Frauen betrifft. Auch Jungen können infiziert werden und sowohl selbst erkranken als auch das Virus weitergeben. Deshalb ist es wichtig, dass Eltern ihre Töchter und ihre Söhne rechtzeitig impfen lassen. Am besten im Alter von 9 bis 14 Jahren.
Auch die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt seit 2018 die HPV-Impfung gleichermaßen für Mädchen und Jungen. Studien zeigen, dass die Impfung am wirksamsten ist, wenn sie vor dem ersten Sexualkontakt erfolgt. Eine hohe Impfquote bei beiden Geschlechtern trägt außerdem dazu bei, die Viruszirkulation in der gesamten Bevölkerung deutlich zu verringern. Die Impfung gegen HPV schützt Mädchen und Jungen und hilft späteren Krebserkrankungen vorzubeugen.
Noch immer kennen und nutzen zu wenig Menschen dieses Impfangebot: Im Jahr 2024 waren im Saarland nur 58% der 15-jährigen Mädchen und sogar nur 34% der 15-jährigen Jungen vollständig gegen HPV geimpft.
Gesundheitsminister Magnus Jung: „Alle Kinder und Jugendlichen, vor allem aber Jungen werden immer noch viel zu selten gegen HPV geimpft. Die Impfung ist wirksam, sicher und gut verträglich. Schützen Sie Ihre Kinder vor HPV und helfen Sie ihnen damit, Krebserkrankungen vorzubeugen – je früher, desto besser.“
Weiterführende Informationen:
Die STIKO empfiehlt die HPV-Impfung für alle Mädchen und Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Ungeimpfte Jugendliche bis 17 Jahre sollten die Impfung nachholen. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Viele Krankenkassen bieten zudem eine freiwillige Mehrleistung an und übernehmen die Kosten auch für junge Erwachsene.
Weitere Informationen zur HPV-Infektion und HPV-Impfung stellt das Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) unter www.liebesleben.de zur Verfügung. © Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit

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