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Kirkeler Burgsommer

6.000 Schülerinnen und Schüler aus Grundschulen der Region im Handwerkerdorf der Kirkeler Burg erwartet

Eigentlich sagt man ja, dass viele Köche den Brei verderben. Was so aber als echtes Sprichwort gang und gäbe ist, das trifft für die Gemeinde Kirkel, die Gesellschaft für Arbeit und Qualifizierung (AQuiS) als Teil der Arbeitsmarkt-Instrumente des Jobcenters des Saarpfalz-Kreises und den Förderkreis der Kirkeler Burg so absolut nicht zu. 

Tatsächlich sorgen alle drei gemeinsam seit Jahren dafür, dass eines der erfolgreichsten Angebote der Gemeinde, der Burgsommer für Schulen, in jedem Jahr ein echter Renner ist. So erwartet man in den Wochen vor den Sommerferien auch 2026 wieder über 6000 Schülerinnen und Schüler aus Grundschulen der Region im Handwerkerdorf der Kirkeler Burg. Dort gilt es dann, mit den eigenen Händen mittelalterliche Gewerke zu erleben.

Hinter diesem wochenlangen Vergnügen für die Kinder stehen aber noch wesentlich länger dauernde Vorbereitungen. Und hier zeigt sich dann, dass die drei Akteure – um im Sinnbild zu bleiben – das mit dem gemeinsamen Rühren im Kochtopf richtig gut draufhaben. Wer tut nun was? Klar, die Gemeinde hat mit der zuständigen Kultur-Sachgebiets-Leiterin Sarah Klein den Hut in Sachen Veranstaltungsorganisation, Durchführung und Finanzierung auf. Doch damit die Kinder an der Schmiede, in der Lederei und an den vielen anderen Stationen im Handwerkerdorf ihren Spaß haben können, benötigt man so einiges an Material. Und da bleiben wir im Bild der Köche: Die AQuiS liefert hier mit ihrem Team die wichtigen Zutaten. Von passgenau geschnittenen Holzbrettchen über Rohlinge für das beliebte Schwertschmieden und vieles, vieles mehr wird in den Werkstätten der AQuiS in Kirkel-Neuhäusel vorbereitet. 

Wie sehen die Vorbereitungen auf den Burgsommer für Schulen nun aus Sicht der AQuiS aus? Bei einem Rundgang in den Werkstätten der Gesellschaft wurde da deutlich: Es ist ordentlich was zu tun, damit die Grundschülerinnen und Grundschüler ihren Ausflug in die Welt der mittelalterlichen Gewerke hautnah erleben können. Denn gleichwohl, wie Sarah Klein am Rande des Rundgangs deutlich machte, werde viel Material für die Ausstattung der einzelnen Gewerke eingekauft. Vieles werde aber eben auch von der AQuiS zur weiteren Verwendung beim Burgsommer vorbereitet. „Es werden Stoffe, Bretter, und Lederstücke vorgeschnitten. Für die Setinmetzwerkstatt werden Steine auf Format geklopft und es wird jede Menge Wolle für die Webwerkstatt gewickelt.“ Damit war Klein mit den Aufzählungen dessen, was die AQuiS in Sachen Vorbereitung auf den Burgsommer alles leitest noch nicht fertig. Schließlich brachte sie all das, was das AQuiS-Team da in jedem Jahr leistet, auf eine einfache, mathematische Formel: „Burgsommer für Schulen minus AQuiS macht Null!“ Sprich: Ohne geht’s nicht. Und dafür, dass im Miteinander zwischen Gemeinde und AQuiS alles rund läuft, sprich: Am Ende ein leckeres Menü für die Kids rauskommt, sorgt für die AQuiS-Anleiter Martin Thiele. 

Doch wer sind nun die Menschen, die sich so um die Erfolgsveranstaltung verdient machen? „Die AQuiS ist die gemeinnützige Beschäftigungsgesellschaft des Saarpfalz-Kreises“, erläuterte Prokuristin Anja Lange. „Wir leisten Arbeit für die Bürgerinnen und Bürger des Saarpfalz-Kreises, um die Eingliederung in das Erwerbsleben voranzutreiben.“ Ergänzend machte Dietmar Schönberger, Chef des Jobcenters des Saarpfalz-Kreises, deutlich, dass es sich bei der AQuiS um eine arbeitsmarkt-politische Maßnahme handele. „Es geht uns darum, dass wir Menschen mit ihren Talenten, die aktuell keine Beschäftigung auf dem regulären Arbeitsmarkt finden, hier die Möglichkeit geben, sinnvolle Dinge zu tun.“ Dabei zeige gerade das Projekt AQuiS, „welche tollen Ergebnisse da rauskommen“. Finanziert werde das Ganze mit Mitteln des Jobcenters und des Europäischen Sozialfonds. 

Wenn nun also die Grundschülerinnen und Grundschüler aus der Region in den nächsten Wochen hautnah das mittelalterliche Handwerk erleben können, dann ist das auch und zu einem großen Maße dem Einsatz der AQuiS geschuldet.

Aber da war doch noch der Förderkreis der Kirkeler Burg als „dritter Koch“. Richtig. Und auch dessen Einsatz ist unerlässlich für den andauernden Erfolg des Kirkeler Burgsommers für Schulen. 

„Der Förderkreis Kirkeler Burg leistet enorm viel Vorarbeit was die Burganlage angeht“, fasst es Sarah Klein zusammen. „Es ist also das Zusammenspiel von Gemeinde, AQuiS und Förderkreis, das den Burgsommer zu einem Erfolg macht.“ © Saarpfalz-Kreis

Schenk, Silvia
15. Mai 2026