20 Jahre KOMMzentrum
Das KOMM ist ein Anker im Quartier
Im März 2005 eröffnete in der Kleiststraße in Neunkirchen das Zentrum für Kommunikation, Integration und Kreativität – kurz KOMM bzw. KOMMzentrum – in dem auch das Stadtteilbüro seine Räumlichkeiten hat. Heute, 20 Jahre nach der Eröffnung, werden die Räume und Angebote regelmäßig von über 30 Vereinen, Verbänden und Gruppierungen genutzt.
Das Zentrum wurde gefördert aus dem EU-Bund-Länderprogramm „Soziale Stadt“ (heute „Sozialer Zusammenhalt“). Die Begriffe Kommunikation, Integration und Kreativität stehen exemplarisch für das Selbstverständnis der Einrichtung, welches über die Jahre hinweg von allen Neunkircher Verwaltungsspitzen unterstützt wurde.
„Das KOMM ist ein Anker im Quartier – sozusagen unsere ‚städtische Filiale‘ in der Unterstadt. In den Mehrzweckräumen haben engagierte Neunkircherinnen und Neunkirchern die Möglichkeit, sich zu treffen. Zudem gibt es dort stets eine große Bandbreite an Kursen, Workshops und Angeboten, die von der Stadt oder von Bürgerinnen und Bürgern organisiert werden. Unseren Stadtteilmanager im Stadtteilbüro sehen wir als notwendiges Bindeglied zwischen der Stadtverwaltung und den Neunkircherinnen und Neunkirchern sowie als Kümmerer für deren Belange“, so Oberbürgermeister Jörg Aumann.
Dieses Bindeglied ist seit 2008 Wolfgang Hrasky, dessen Tätigkeitsbereich ein ganzes Füllhorn an Themen umfasst. Ein Augenmerk des Stadtteilmanagers liegt auf der Aktivierung und Beteiligung der Quartierbevölkerung. Er berichtet, dass die Menschen im Quartier außergewöhnliche Bereitschaft zeigen, sich einzusetzen. Ein besonders gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung der Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte e.V.. Im Jahr 2007 begann sich die Gruppe mit einem knappen Dutzend Mitstreiterinnen für das Gemeinwesen einzusetzen. Heute umfasst der Verein mehrere Sparten und über 80 im Quartier aktive Bürgerinnen und Bürger. Als regelmäßiges öffentliches Angebot hat sich das Reparaturcafé etabliert. Seit knapp sieben Jahren haben rund 2500 Neunkircherinnen und Neunkirchen das ehrenamtliche Angebot genutzt, dort defekte Gerätschaften reparieren zu lassen.
Thomas Hans, Beigeordneter und zuständiger Dezernent, betont die vielfältigen Aktivitäten unterschiedlicher Gruppen und erinnert an die besonderen Veranstaltungen im KOMMzentrum: „Mir ist wichtig, dass dort Leben stattfindet. Der zwischenmenschliche Austausch ist ganz besonders während der ‚Interkulturellen Wochen‘ spürbar, wenn die unterschiedlichsten Nationen gemeinsam Feste organisieren und zusammenkommen.“
Räumlichkeiten im KOMMzentrum
Im KOMM stehen mehrere Räume zur Verfügung, die von Gruppen genutzt werden können. Im Obergeschoss gibt es einen großen Mehrzweckraum für bis zu 80 Personen und eine Küche. Im Parterre befinden sich zwei Räume für jeweils 20 bis 25 Personen. Das Gebäude ist barrierefrei. Interessierte Mieter wenden sich an Nicole Dumont, Tel. (06821) 202-428.
Zahlreiche aktive Gruppen und Vereine nutzen die Räumlichkeiten:
Schulseelsorge, Ukrainische Tanzgruppe und Bastelgruppe, Reparaturcafé, Amateur und Radioclub, Bürgerinitiative Neunkirchen Stadtmitte e. V., Forum für Demokratie und Antifaschismus, Arbeiterwohlfahrt, Selbsthilfegruppe Parkinson, Bulgarischer Tanzkurs, Klimafit, Bündnis für Vielfalt, Selbsthilfegruppe Polyneuropathie, Tanzgruppe Souvenir, Frauengesangskreis, Sprachkurse, Schwesternverband, SHG Depressions-Selbsthilfegruppe, Suhnemgemeinde, Selbsthilfegruppe Panik und Angst, Bachschule, Die Daaler, Islamisch-Türkische Gemeinde, Neinkeijer Plätsch, KISS, Caritas, Moldawisch-rumänische Kulturgesellschaft, Horizont e. V., Yogagruppe, IT-Lotsen, Landesverband der Gehörlosen Saarland e. V., Internationale Frauen-Koch-Gruppe
Das KOMMzentrum befindet sich in der Kleiststraße 30 in 66538 Neunkirchen. © Stadt NK