Fregattenkapitän Inka von Puttkamer
Wechsel ins Bundesverteidigungsministerium
Am Donnerstag, den 24. September 2026, übergab der Kommandeur der Einsatzflottille 1, Flottillenadmiral Christian Walter Meyer, im Marinestützpunkt Kiel-Wik das Kommando über das 3. Minensuchgeschwader von Frau Fregattenkapitän Inka von Puttkamer an Herrn Fregattenkapitän Daniel Reuter.
Der 2. Vorsitzende der Marinekameradschaft Homburg e.V., Dietrich Peter Kleine, folgte der Einladung von Flottillenadmiral Meyer und reiste zu diesem Anlass nach Kiel-Wik, um der scheidenden Geschwaderkommandeurin für die herzliche Verbundenheit zur Homburger MK und der Patenstadt des MjB HOMBURG zu danken und dem neuen Kommandeur viel Erfolg zu wünschen. Inka von Puttkamer war von Juni 2013 bis März 2016 als erste Frau in der Deutschen Marine Kommandantin einer schwimmenden Einheit, dem Homburger Patenboot, Minenjagdboot HOMBURG. Sie führte als erste Frau in der Deutschen Marine ab März 2024 einen Kampfverband, das 3. Minensuchgeschwader. Die Kameradinnen und Kameraden der Marinekameradschaft Homburg e.V. hielten in dieser Zeit stets Kontakt zu Frau von Puttkamer. Fregattenkapitän Inka von Puttkamer dankte am 24. September den anwesenden Kameradinnen und Kameraden dafür, dass sie an dieser Zeremonie teilnehmen und hob u.a. die weiten Anreisen der Teilnehmer aus Weilheim und Homburg hervor. In ihrer Rede wies Fregattenkapitän von Puttkamer darauf hin, dass der Soldatenberuf besondere Belastungen wie Verantwortung, Entbehrung, Unsicherheit und Zumutungen mit sich bringt, bis dahin gehend, das eigene Leben für andere einzusetzen. Sie führte weiter aus, dass im Wort „Zumutung“ zugleich das Wort „Mut“ steckt. Und Mut würde dann entstehen, wenn Menschen sich Herausforderungen stellen, obwohl diese mit besonderen Anforderungen verbunden wären. Dabei müssten gerade Soldatinnen und Soldaten sich selbst Herausforderungen zumuten und Verantwortung übernehmen. Diese Haltung präge die Gemeinschaft des Dritten Minensuchgeschwaders. Fregattenkapitän von Puttkamer sagte: „Die größte Herausforderung ist aus meiner Sicht die ständige Unplanbarkeit. Deshalb müssen die Kieler Einheiten mit einer „planmäßigen Unplanbarkeit“ umgehen lernen und jederzeit einsatzbereit sein. Wir müssen dazu übergehen, dass Einheiten, wenn sie einmal einsatzbereit sind, jederzeit für alles zur Verfügung stehen.“ Weiter dankte sie: „Meine Erwartungen, liebes Geschwader, haben Sie bei all dem gänzlich erfüllt. Ich bin dankbar für ein starkes Führungsteam, einen starken Stab, der mich in bewegten Zeiten unterstützt hat. Ich bin dankbar für professionelle, teamfähige Besatzungen, die mir immer wieder bewiesen haben, was in ihnen steckt und das auf sie Verlass ist.“ Flottillenadmiral Christian Walter Meyer dankte Fregattenkapitän Inka von Puttkamer für ihre herausragenden Leistungen in den vergangenen zweieinhalb Jahren, insbesondere für die Internationalisierung der Baltic MCM-Übung (MCM: Mine Counter Measures) in der Ostsee. Ferner hätte sie maßgeblichen Anteil an der Weiterentwicklung des Einsatzes unbemannter Systeme, an denen heute wirklich keiner mehr bei Einsätzen vorbeikäme. Flottillenadmiral Meyer wünschte Fregattenkapitän von Puttkamer viel Erfolg bei ihrer neuen Aufgabe im Bundesverteidigungsministerium in Berlin. Der neue Kommandeur des 3. Minensuchgeschwaders, Fregattenkapitän Daniel Reuter, dankte in seiner Antrittsrede Fregattenkapitän Inka von Puttkamer für die auf keinen Fall selbstverständliche freundschaftliche Kommandoübergabe. Er stellte heraus, dass das Geschwader vor großen technologischen und organisatorischen Veränderungen stünde. Die Modernisierung der Boote und die Einführung unbemannter Systeme würden es nachhaltig verändern. Diese Veränderungen würde er als Chance begreifen und er wolle diesen Wandel gemeinsam mit den Kameradinnen und Kameraden gestalten. Er freue sich auf den gemeinsamen Weg dorthin. Während des anschließenden Empfangs gratulierte Kleine im Namen der Homburger Marinekameradschaft und im Auftrag von Oberbürgermeister Michael Forster Fregattenkapitän Daniel Reuter zum neuen Kommando und dankte Fregattenkapitän Inka von Puttkamer für die herzliche Verbundenheit zur MK Homburg und zur Patenstadt des MjB HOMBURG.
Für den abschließenden traditionellen Marinebrauch für scheidende Kommandeure, das „Abpullen“ in einem Ruderboot, wurde in abgewandelter Form ein kleines Minenräumboot, „Seehund“ genannt, genutzt. Mit zahlreichen Offizierskameradinnen und -kameraden an Bord nahm Fregattenkapitän Inka von Puttkamer entlang der im Stützpunkt liegenden Einheiten des 3. Minensuchgeschwaders Abschied. Text: Dietrich Peter Kleine



