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Comics und Graffiti

Jugendliche gestalten Fußgängerunterführung in Neunkirchen

Wie wird aus einem tristen Tunnel ein bunter Ort der Ermutigung? Im Projekt „Walls of Change“ gestalteten Jugendliche aus Neunkirchen an zwei Workshop-Wochenenden zunächst eigene Comics und verwandelten anschließend eine Fußgängerunterführung an der Fernstraße in ein gemeinsames Graffiti-Kunstwerk.

Im Mittelpunkt standen die Themen Mobbing, Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Die Jugendlichen entwickelten eigene Figuren und Botschaften, tauschten Ideen aus und entschieden gemeinsam über die Motive. Dabei stärkten sie nicht nur ihre Kreativität, sondern auch ihre Fähigkeit, zuzuhören und gemeinsam Entscheidungen zu treffen. Angeleitet wurde der Comic-Workshop von der Comic-Künstlerin Isabelle Jasten. Die Umsetzung der Entwürfe begleitete der Graffitikünstler @alleskeineKunst. Die Botschaften der Jugendlichen machen Mut: „Lasst euch nicht runterziehen. Es gibt immer eine Lösung – zum Beispiel Musik.“ „Manchmal braucht es nur einen Freund, der dich daran erinnert: Gib nicht auf.“ So wurde aus einem wenig einladenden Durchgang ein farbenfroher Ort, der täglich von zahlreichen Schülerinnen und Schülern passiert wird und sichtbar für Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung steht. Projektträger ist das JUZ-Büro Neunkirchen. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch das Jugendbüro des Landkreises Neunkirchen, das sich sowohl personell als auch bei der praktischen Umsetzung einbrachte. Gefördert wurde „Walls of Change“ vom Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) im Rahmen der Partnerschaft für Demokratie des Landkreises Neunkirchen und des Bundesprogramms „Demokratie leben!“.

Das Projekt zeigt, wie demokratische Teilhabe vor Ort gelingt: Junge Menschen bringen ihre Ideen ein, treffen gemeinsame Entscheidungen und gestalten ihr Lebensumfeld aktiv und positiv mit. © Diana Petri

Schenk, Silvia
26. Okt 2026