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Lesefest mit „Besonderen Begegnungen“

HomBuch 2025 - Ein Ort des Austauschs, der Kreativität und der lebendigen Literatur

Die HOMBuch 2025 fand vom 8. bis 14. September sowie am 15. und 25. November statt. Veranstaltungsorte waren das Siebenpfeifferhaus, das Eden Cinehouse, die Galerie Julia Johannsen, das Gymnasium Johanneum und das Kulturzentrum Saalbau in Homburg. Unter dem Motto „Besondere Begegnungen“ bot das Lesefest ein vielfältiges Programm mit Autoren, Künstlern und Publikum. Die HOMBuch wurde zu einem Ort des Austauschs, der Kreativität und der lebendigen Literatur. Ein Fest, das die Kraft des Wortes und die Freude am Miteinander eindrucksvoll sichtbar machte.

Mit Herz am Herd – Saarländische Genusskultur im Rampenlicht
Cliff Hämmerle ist ein echtes Kind des Saarlandes – in Webenheim geboren, im Bliesgau und in Saarbrücken aufgewachsen, geprägt von der französischen Lebensart und schon früh von seinen Eltern zum Genuss erzogen. Gemeinsam mit seiner Frau Stephanie, die als Herz und Seele des Betriebs gilt, führt er seit 1995 das Restaurant Hämmerle’s. Mit viel Leidenschaft und Können hat er das Haus zu einem kulinarischen Aushängeschild gemacht: Seit 2003 trägt es die Michelin-Auszeichnung „Bib Gourmand“, seit 2012 sogar einen Michelin-Stern. Besonders bekannt und beliebt ist Cliff Hämmerle durch seine Kochsendung Mit Herz am Herd, die im SR Fernsehen und in der ARD Mediathek läuft. Mittlerweile gibt es bereits zehn Staffeln – ein Beweis für die große Resonanz über die Grenzen des Saarlandes hinaus. Unterstützt wird er dabei von der charmanten Moderatorin Verena Sierra, die vielen aus Radio und Fernsehen vertraut ist, sowie von seinem Freund Michael „Michel“ Koch, der mit Humor und guter Laune für eine besondere Atmosphäre sorgt. Das Erfolgsmodell Mit Herz am Herd feiert Jubiläum und hat inzwischen auch ein drittes Kochbuch hervorgebracht. Darin finden sich Rezepte, die Erinnerungen an Kindheit und Familie wecken und zugleich mit einfachen Lieblingsgerichten aus aller Welt Lust aufs Nachkochen machen. Gedreht an malerischen Orten im Saarland, ist die Sendung eine Hommage an die Kochkunst unserer Mütter und Großmütter – und zugleich ein Fenster hinaus in die Welt. Der Abend mit diesem eingespielten Team war nicht nur in kulinarischer Hinsicht, sondern auch menschlich ein Genuss, so voller Herzlichkeit, Humor und Leidenschaft für gutes Essen.

Fantasie entfesselt – Markus Heitz und die erste Homburger Schreibfeder
Wenn Markus Heitz liest, ist es weit mehr als eine klassische Autorenlesung, es ist ein Eintauchen in Welten voller Geheimnisse, Magie und Ironie. Der Schwarzträger und Alt-Grufti, bekannt für seinen sarkastischen Witz und seine unerschöpfliche Kreativität, brachte im Johanneum und im Siebenpfeifferhaus sein neues Werk Irida und die Stadt der Geheimnisse auf die Bühne. Der Auftakt dieser Reihe entführte die Zuhörer in eine fantastische Welt voller Zauberkräfte und magischer Wesen. Heitz, Jahrgang ’71, studierter Historiker und Germanist, ist ein hauptberuflicher Geschichtenerfinder, der längst Kultstatus erreicht hat. Mehr als siebzig Bücher hat er verfasst – von Fantastik über Horror bis hin zu Space Fiction. Selbst Kinderbücher und politische Kurzgeschichten gehören zu seinem Repertoire. Manisch-kreativ, wie er ist, ließ er sogar Zwergebier brauen und Kuschelschnitzel anfertigen. Unter dem Pseudonym Maxim Voland schreibt er Thriller – immer mit einem Augenzwinkern und dem nächsten Projekt im Blick. Doch dieser Abend war nicht nur eine Feier seiner Fantasie, sondern auch ein Fest für die Kreativität junger Menschen. Zum ersten Mal wurde im Rahmen der Jungen HomBuch die Homburger Schreibfeder ausgelobt – ein Preis, der Kinder und Jugendliche ermutigen soll, selbst Geschichten zu erfinden und ihre Vorstellungskraft zu entfalten. Markus Heitz saß in der Jury und unterstützte die Idee, dass Märchen, Sagen und Legenden die perfekte Brücke sind, um Kinder für das Erzählen zu begeistern. In einer Welt, die von Smartphones, Streaming und Games geprägt ist, setzt die Junge HomBuch ein starkes Zeichen: Die eigene Fantasie bleibt unersetzlich. Denn nur durch selbstentwickeltes Storytelling entstehen jene Geschichten, die Serien und Spiele wirklich lebendig machen. Die Leungen mit Markus Heitz waren damit nicht nur literarisch, sondern auch gesellschaftlich ein Höhepunkt voller Inspiration und Mut zur Kreativität.
Die Gewinnerinnen und Gewinner der ersten Homburger Schreibfeder zeigten eindrucksvoll, wie viel Fantasie in jungen Köpfen steckt:
Klassenstufe 5
1. Platz: Elena Jana Haßfeld (Gymnasium Johanneum)
2. Platz: Magda Berta Heil (Christian von Mannlich Gymnasium)
3. Platz: Malea Frerichs (Gymnasium Johanneum)
Klassenstufe 6
1. Platz: Katharina Kaindl (Christian von Mannlich Gymnasium)
2. Platz: Nadini Halgamuge (Saarpfalz Gymnasium)
3. Platz: Sopia Hecker (Saarpfalz Gymnasium)
Klassenstufe 7
1. Platz: Malk Salim (Gems Neue Sandrennbahn)
2. Platz: Hannah Alzarkaly
3. Platz: Anzheline (Gems Neue Sandrennbahn)
Diese Termine waren ein lebendiges Zeugnis dafür, dass Geschichten Menschen verbinden – ob von einem Bestsellerautor mit ironischem Augenzwinkern oder von Kindern, die ihre ersten eigenen Welten erschaffen. Fantasie kennt keine Grenzen, und die Homburger Schreibfeder ist der Beweis dafür, dass sie schon im jungen Alter Flügel verleiht.

Ein äußerst unterhaltsamer Abend mit Hera Lind
Ein Abend voller Charme, Witz und Lebensfreude: Hera Lind verstand es meisterhaft, ihr Publikum in den Bann zu ziehen. Mit ihrer sympathischen und offenen Art präsentierte sie eine One-Woman-Show, die gleichermaßen unterhaltsam wie berührend war. Locker plaudernd und zugleich tiefgründig blickte sie auf ihr bewegtes Leben zurück – von den Anfängen im Musikstudium über den Überraschungserfolg mit ihrem Bestseller Das Superweib bis hin zur gefeierten Autorin berührender Tatsachenromane. Dabei gewährte Hera Lind sehr persönliche Einblicke in die Welt zwischen Öffentlichkeit, Familie und Kreativität. Überraschend ehrlich, humorvoll und ergreifend schilderte sie ihr turbulentes Leben zwischen Hollywood und Elternabend, Traumschiff und Pressewahn. Mit viel Selbstironie erzählte sie von Erfolgen und Herausforderungen, vom „Superweib“ zur „Rabenmutter“ und wieder zurück – und zeigte, wie wichtig es ist, den Mut zu haben, immer wieder neu anzufangen. Das Publikum erlebte eine inspirierende Mischung aus Humor und Tiefgang, aus großen Geschichten und kleinen Alltagsmomenten. Hera Lind bewies, dass wahre Lebensfreude darin liegt, die eigenen Erfahrungen mit anderen zu teilen – ehrlich, charmant und voller Energie. Es war ein Abend, der nicht nur unterhielt, sondern auch Mut machte: Mut zum Neuanfang, Mut zur Selbstironie und Mut, das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen zu feiern. Ein Erlebnis, das den Gästen sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird. 

Ein Abend mit Ulrich Wickert – Freundschaft als Fundament Europas
Ulrich Wickert, 1942 in Tokio geboren, zählt zu den prägenden Stimmen des deutschen Journalismus. Bekannt wurde er durch seine kritischen Beiträge beim Fernsehmagazin MONITOR. Vierzehn Jahre lang berichtete er als ARD-Auslandskorrespondent aus Washington, New York und Paris. Fünfzehn Jahre moderierte er die Tagesthemen und prägte das deutsche Fernsehen nachhaltig. Sein Stil war sprachlich elegant, ironisch und zugleich klar und präzise. Heute lebt er in Hamburg und Südfrankreich und schreibt Sachbücher und Kriminalromane. Im Rahmen der HomBuch 25 erhielt er den Deutsch-Französischen Freundschaftspreis. Die Auszeichnung würdigt sein jahrzehntelanges Engagement für Verständigung und Europa. In seiner Lesung stellte er sein neues Buch Salut les amis vor. Es erzählt die Geschichte der deutsch-französischen Beziehungen entlang seiner Biografie. Wickert schilderte Begegnungen zwischen Präsidenten und Kanzlern mit feinem Gespür für Zwischentöne. Er berichtete von Nähe, Distanz, Erfolgen und menschlichen Schwächen. Besonders bewegend war sein leidenschaftliches Plädoyer für die Zukunft Europas. Mit Optimismus betonte er, dass ein Krieg zwischen Deutschland und Frankreich undenkbar sei. Doch er warnte davor, in der Vergangenheit zu verharren. Jugendliche müssten für Sprache und Kultur des Nachbarn begeistert werden. Nur so könne die Freundschaft lebendig und zukunftsfähig bleiben. „Wir erinnern uns an die Vergangenheit, und das ist gut so“, sagte Wickert. „Doch in der Erinnerung zu verharren bedeutet, in Verblendungen verhaftet zu sein.“ Der Abend war ein eindrucksvolles Erlebnis voller Geschichte, Einblicke und Hoffnung.

Carsten Henn – Der Mann, der Bücher lebendig macht
Carsten Henn, geboren 1973 in Köln, ist ein Autor mit vielen Facetten. Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitet er als Weinjournalist und Restaurantkritiker. Bekannt wurde er durch zahlreiche kulinarische Kriminalromane, die große Erfolge feierten. Doch auch Liebeskomödien, Theaterstücke und sogar ein Bilderbuch stammen aus seiner Feder. Sein Roman „Der Buchspazierer“ wurde zu einem Phänomen auf dem Buchmarkt. Über zwei Jahre stand er auf der SPIEGEL-Bestsellerliste und verkaufte sich über eine halbe Million Mal. Das Werk wurde in mehr als 30 Sprachen übersetzt und mit Christoph Maria Herbst verfilmt. Auch seine Nachfolgeromane Der Geschichtenbäcker und Die Butterbrotbriefe begeisterten ein breites Publikum. Für seine literarischen Leistungen erhielt Henn zahlreiche Auszeichnungen. Mit „Der Buchspazierer“ erzählt er eine gefühlvolle Geschichte über die verbindende Kraft von Büchern. Im Mittelpunkt steht der Buchhändler Carl Christian Kollhoff, der seinen Kunden Bücher nach Hause bringt. Diese Menschen sind für ihn mehr als Kunden – sie sind Freunde und Teil seines Lebens. Als Kollhoff überraschend seine Anstellung verliert, scheint seine Welt zu zerbrechen. Doch die Macht der Bücher und ein neunjähriges Mädchen schenken ihm neuen Mut. Gemeinsam entdecken sie, wie wichtig Nähe und Zusammenhalt sind. Das Buch ist eine Hommage an die Literatur und ihre heilende Wirkung. „Das geschriebene Wort wird immer bleiben“, lautet Henns Botschaft. Die Geschichte wärmt, spendet Zuversicht und lädt zum Einkuscheln ein. Im Anschluss an die Lesung wurde die Verfilmung im Kino gezeigt. Ein Abend voller Emotionen, Literatur und der Magie des geschriebenen Wortes.

Lesung und Vernissage – Sabine Göttel in der Galerie Julia Johannsen
In der Galerie Julia Johannsen erlebten die Gäste einen besonderen Abend, der Literatur und Kunst miteinander verband. Die gebürtige Homburgerin Sabine Göttel, die heute in Hannover lebt und arbeitet, stellte sich mit einer Lesung und einer Vernissage vor. Göttel studierte Deutsche und Französische Literaturwissenschaft und promovierte über Marieluise Fleißer. Bereits 1987 erschien ihr erster Gedichtband „Fische Fluten“. Neben ihrer Tätigkeit als Schauspiel-Dramaturgin an den Theatern in Hildesheim und Göttingen war sie als Herausgeberin, Regisseurin und Autorin tätig. Seit 2005 arbeitet sie freiberuflich als Schriftstellerin und als Literaturdozentin an der Leibniz-Universität Hannover. Ihre jüngsten Gedichtbände „Geister“, „Im Gefieder“ und „Grillenliebchen“ fanden große Anerkennung und brachten ihr 2022 den Kurt-Sigel-Lyrikpreis des PEN-Zentrums Deutschland sowie 2023 den Feldkircher Lyrikpreis ein. Derzeit arbeitet sie an einem neuen Gedichtband und einem multimedialen Lyrik-Projekt. Die Hannoversche Allgemeine Zeitung lobte ihre Werke als eigenständig und geprägt von einem unverwechselbaren Tonfall. Im Rahmen der HomBuch las Sabine Göttel aus Thomas Manns „Der Zauberberg“. Zum 150. Geburtstag und 70. Todestag des Nobelpreisträgers hat der S. Fischer Verlag viele seiner Werke neu aufgelegt – eine gute Gelegenheit, Klassiker wie „Buddenbrooks“, „Der Tod in Venedig“ oder „Dr. Faustus“ wiederzuentdecken. Besonders „Der Zauberberg“ gilt als Schlüsselroman, der das Panorama der gesellschaftlichen und politischen Umbrüche vor dem Ersten Weltkrieg entwirft. Göttel zeigte in ihrer essayistischen Keynote, wie aktuell dieser Roman auch heute noch ist. Sie betonte, dass „Der Zauberberg“ eine Schule der Humanität und ein Plädoyer für die Demokratie sei – gerade in einer von Kriegen und Hass erschütterten Welt. Begleitend zur Lesung wurde die Ausstellung „MagicMountains“ eröffnet, die den Abend zu einem Gesamtkunstwerk aus Literatur und bildender Kunst machte. So entstand ein inspirierendes Zusammenspiel von Worten und Bildern, das die Gäste tief berührte und lange nachwirkte.

Robin Alexander – Ein Blick hinter die Kulissen der Macht
Robin Alexander, 1975 in Essen geboren, gehört zu den profiliertesten Journalisten im politischen Berlin. Seine Laufbahn begann bei der taz und führte ihn über Vanity Fair schließlich 2008 zur Welt-Gruppe, wo er sich schnell einen Namen machte. 2013 wurde er mit dem renommierten Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet, ein Beleg für seine präzise und zugleich pointierte Art, Politik zu erklären. Heute ist er stellvertretender Chefredakteur Politik der Welt und einer der meistgelesenen politischen Kommentatoren des Landes. Mit seinen Büchern Die Getriebenen und Machtverfall gelang ihm der Sprung auf die Bestsellerlisten, beide Werke prägten die Debatten über die Flüchtlingspolitik und den Zustand der Regierung. Millionen Zuschauer sahen das ARD-Dokudrama zu Die Getriebenen, und auch sein Podcast Machtwechsel, den er gemeinsam mit Dagmar Rosenfeld moderiert, gehört zu den erfolgreichsten politischen Formaten Deutschlands. Bei der HomBuch stellte Alexander nun sein neues Werk Letzte Chance vor – ein Buch, das den Nerv der Zeit trifft. Darin beschreibt er die gewaltigen Herausforderungen, vor denen der neue Kanzler Friedrich Merz steht. Die Demokratie sieht sich Angriffen von innen und außen gegenüber, der Wahlerfolg der AfD droht die politische Mitte zu sprengen, während Trumps Wiederwahl und Russlands Vormarsch Deutschlands Rolle in der Welt radikal verändern. Alexander zeigt, dass Merz nicht nur die Wirtschaftskrise, den Klimawandel und die Migrationsfrage bewältigen muss, sondern auch die Aufrüstung der Bundeswehr – Aufgaben, an denen die Ampel zuvor gescheitert ist. Mit scharfem Blick und erzählerischer Kraft führt Alexander hinter die Kulissen der Machtkämpfe in Berlin. Er schildert das zermürbende Ringen zwischen Scholz, Habeck und Lindner, die Wendemanöver der Union im Umgang mit der AfD und die erbitterten Debatten um die Schuldenbremse. Sein Buch ist mehr als eine Analyse, es ist ein Drama über die Erosion unserer Demokratie. Der Abend mit Robin Alexander war deshalb nicht nur eine Lesung, sondern ein eindringlicher Appell: Politik ist kein abstraktes Spiel, sondern entscheidet über die Zukunft unserer Gesellschaft. Seine Worte machten deutlich, wie zerbrechlich die Ordnung ist – und wie wichtig es bleibt, sie mit Mut und Klarheit zu verteidigen.

Claudia Michelsen – Ein Abend über starke Frauen
Claudia Michelsen, geboren 1969 in Dresden, ist eine der vielseitigsten Schauspielerinnen Deutschlands. Als Tochter des Komponisten Udo Zimmermann und einer Zahnärztin entdeckte sie früh ihre Leidenschaft für das Schauspiel. Von 1985 bis 1989 absolvierte sie ihre Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst in Berlin. Bereits 1989 übernahm sie ihre erste Kinorolle im Film Die Besteigung des Chimborazo. Parallel wirkte sie in zahlreichen Fernsehfilmen mit und baute ihre Karriere stetig aus. Ihre Bandbreite reicht von Dramen wie Der Tunnel bis zu Komödien wie Die Wilden Kerle 3. Auch in großen Produktionen wie Die Päpstin und Honig im Kopf war sie zu sehen. Im Fernsehen überzeugte sie in Serien wie Tatort, Der Alte und Liebling Kreuzberg. Besondere Rollen übernahm sie in Die verlorene Tochter und als Ann Gittel in Flemming. Seit 2013 ermittelt sie im Polizeiruf 110 Magdeburg als Doreen Brasch. Für ihr facettenreiches Spiel erhielt sie den Hessischen Fernsehpreis und die Goldene Kamera. Zudem wurde sie zweimal in Folge mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. Bei der HomBuch präsentierte sie eine Lesung aus „Starke Frauen“. Im Mittelpunkt stand ein Porträt der Stilikone Marlene Dietrich. Bekannt ist Dietrich vor allem durch ihr makellos inszeniertes öffentliches Bild. Doch Michelsen gewährte Einblicke in Tagebücher, Briefe und Gedichte der Schauspielerin. Diese Texte offenbarten die Ängste, Sehnsüchte und Gefühle des Weltstars. Das Publikum erlebte eine intime und berührende Begegnung mit der „Femme fatale“. Claudia Michelsen verband Schauspielkunst mit literarischer Tiefe und persönlicher Nähe. Ein Abend, der bewegte und die Kraft starker Frauen eindrucksvoll sichtbar machte.

Zwischen Start & Ziel – Ein wundervoller Abend mit Wolfgang Niedecken und Mike Herting
Es war ein Abend voller Musik, Geschichten und Emotionen, den Wolfgang Niedecken gemeinsam mit Pianist Mike Herting gestaltete. Mit seinem Programm Zwischen Start & Ziel zeigte der BAP-Frontmann eindrucksvoll, dass Stillstand für ihn keine Option ist. Kreativ, neugierig und voller Energie präsentierte er ein Solo-Programm, das Musik und Lesung auf ganz persönliche Weise vereinte. Im Mittelpunkt standen ausschließlich autobiographische Songs aus seinem umfangreichen Repertoire – darunter „All die Aureblecke“, „Maat et joot“, „Dir allein“, „Für Maria“, „Jraaduss“ und natürlich das unverwüstliche „Verdamp lang her“. Zwischen den Liedern las Niedecken Passagen aus seinen Büchern und öffnete damit die Tür zu den Geschichten hinter den Songs. So entstand ein intimer Blick zurück auf ein ereignisreiches Leben, voller Erinnerungen, Haltung und Humor. Mit seiner unverwechselbaren Stimme und seiner ehrlichen, augenzwinkernden Art zog er das Publikum in seinen Bann. Mike Herting begleitete ihn virtuos am Klavier und verlieh den Liedern eine besondere Tiefe und Intensität. Was sich entwickelte, war weit mehr als ein Konzertabend – es war eine Reise durch Leben und Kunst, durch Nachdenklichkeit und Leichtigkeit. Niedecken erzählte von Höhen und Tiefen, von Begegnungen und Erfahrungen, und verband Musik mit Literatur zu einem Gesamterlebnis, das berührte und begeisterte. Das Publikum erlebte einen Abend, der Herzen öffnete, Erinnerungen weckte und zugleich Mut machte, den eigenen Weg zwischen Start und Ziel zu gehen. Ein wundervoller Abend, der lange nachhallte und die Kraft von Musik und Geschichten eindrucksvoll spürbar machte.

Die HomBuch zeichnet eine großartige Erfolgsgeschichte, die in diesem Jahr mit stets ausverkauften Veranstaltungen einen neuen Höhepunkt fand. Es gab wunderbare Begegnungen, die Gäste konnten großartige Künstler/innen hautnah und authentisch erleben. Man darf sich bereits heute auf die HomBuch 2026 freuen. Danke an das wundervolle Team der HomBuch. Unter https://www.hombuch.de finden Sie weitere Informationen. se

Schenk, Silvia
21. Dez 2025