TaZe macht Theater in Wiebelskirchen
Stimmungsvolle Vernissage im Zeichen der Inklusion
„Kunst und Kultur ist für alle da – und alle können daran mitwirken!“, erklärt Dirk Raber, der das Projekt TaZe32 der Diakonie Saar leitet, die Motivation für die besondere Vernissage, die gestern in Wiebelskirchen stattgefunden hat. Highlight war der Auftritt der Theatergruppe „TaZe macht Theater“.
Ob Kunst oder Theater – das auf Menschen mit psychischen Erkrankungen ausgerichtete Projekt „TAgesZEiten 32" (TaZe32) der Diakonie Saar öffnet kreative Räume. Und bringt Menschen zusammen: Beim Theaterspielen können Teilnehmende gemeinsam mit QuartiersbewohnerInnen aus dem Stadtteil Malstatt, in dem sich die TaZe befindet, zeigen, was in ihnen steckt. Unter Anleitung der professionellen Schauspielerin Eva Kammigan üben sie Grundlagen des Improvisationstheaters ein. Ein Querschnitt aus verschiedenen Themen, die die Truppe bisher schauspielerisch umgesetzt hat, war dann auch gestern in der Geschäftsstelle der Diakonie Saar in Wiebelskirchen zu sehen. „Ich freue mich wahnsinnig auf unseren Auftritt! Das Theaterspielen macht so viel Spaß. Danke an die Diakonie für die Einladung“, freut sich Teilnehmerin Tamara Mannheim. „ Unsere inklusive Kunst einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen, das erfüllt uns mit Stolz“, betont Raber, der seit 2017 im Projekt tätig ist.
„Bunt wie wir – in unserem Jubiläumsjahr „100 Jahre Diakonie Saar“ wollen wir sichtbar machen, welche Potentiale in jedem Menschen stecken. In der TaZe verbinden wir Unterstützung bei der Tagesstruktur mit kreativen Projekten, die in schwierigen Lebensphasen ein Gefühl von Selbstwirksamkeit zurückgeben. So unterstützen wir die Teilnehmenden auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben.“, führt Diakonie-Geschäftsführer Oliver Kremp-Mohr aus.
Eng verzahnt mit dem Theater- ist auch das Kreativprojekt der TaZe in Kooperation mit Arbeit und Kultur Saarland gGmbH und der Edgar-Bähr-Stiftung. Hier konnten die Teilnehmenden unter Anleitung von Kommunikationsdesignerin Sarah Noack Requisiten, Bühnenbild und Werbeplakate selbst herstellen. Im Rahmen der Vernissage wurden die Plakate, die im Siebdruckverfahren angefertigt wurden, ausgestellt. Aber nicht nur das: Die Gäste hatten sogar die Möglichkeit, sich selbst kreativ auszuleben und in der Siebdruckwerkstatt eigene Taschen zu bedrucken.
„Die Teilnehmenden haben hier wirklich eine ganz besondere Vernissage auf die Beine gestellt. Es ist schön zu sehen, was alles möglich ist, wenn man über den Tellerrand hinausdenkt!“, so Diakonie-Mitarbeiterin Anne-Kathrin Becker-Dauster, die es sich nicht hat nehmen lassen, der Geschäftsstelle an diesem besonderen Tag einen Besuch abzustatten. Für gelungene musikalische Begleitung sorgte die saarländische Indie-Folk-Band „Me in the forest“.
Ab 18 Uhr nutzten viele Gäste das Angebot, den Tag beim „lebendigen Adventskalender“ mit Punsch, Plätzchen und guten Gesprächen besinnlich ausklingen zu lassen.
Die Vernissage war nicht nur ein Erlebnis für die Gäste, sondern auch ein großes Dankeschön an alle Unterstützende, die die Arbeit der TaZe ermöglichen. Zu nennen sind hier die Edgar-Bähr-Stiftung, Arbeit und Kultur Saarland gGmbH, psd Bank – l(i)ebenswert, Blattlaus Druckerei, Veranstaltungsort Garelly-Haus: USUS und der Regionalverband Saarbrücken, Ministerium für Bildung und Kultur. © Diakonie Saar

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