Sportgeist weckt Freundschaftsgeist
Förderung der Freundschaft und Kooperation mit unserem Nachbar
Dies erleben und neue Fundamente legen, konnten über 25 SportlerInnen verschiedener Sportvereine, Umweltfreunde über Himmelfahrt in die Partnerstadt La Baule mit Koord.- Organisatorin Simone Lukas.
Neben Lehrgängen und Training konnten auch Wanderungen am Strand und regionale Spezialitäten in freundschaftlicher Runde genossen werden. Spezifische Orte naturellen wie industriellen Erbes konnten kennengelernt werden. Undenkbar ohne Sponsoring. Der deutsch-französische Bürgerfonds, speziell eingerichtet für Vereinsteilnehmer, stellt seit über 30 Jahren eine bedeutende Institution zur Förderung der Freundschaft und Kooperation mit unserem Nachbar dar. Die Abteilung Aikido vom Judo und Aikido Homburg-Erbach e.V. war schon in den beiden vergangenen Jahren zu Gast in La Baule-Escoublac, der französischen Partnerstadt von Homburg gewesen und hatte dort Kontakt zum Verein Côte d`Amour Aikido in La Baule aufgenommen. Nach dem gemeinsamen Training im letzten Jahr erhielten die Homburger Aikidokas in diesem Jahr die Einladung zu einem Lehrgang mit Patrick Bénézi, 7. Dan Aikikai Tokio in La Baule. Diese wurde von den Trainerinnen und Trainern Edith Sitko, Gabriele Rammacher, Alexander Halblaub und Bernhard Cullmann sowie weiteren Vereinsmitgliedern mit Freuden angenommen.
Mit Hilfe von Simone Lukas, der Beauftragten der Stadt Homburg für Städtepartnerschaften und dem Sportamt der Stadt Homburg sowie dem französischen Pendant, der OMS in La Baule und finanzieller Unterstützung durch den Deutsch-Französischen Bürgerfonds wurde eine Reise ins Nachbarland organisiert.
Dieses mal stand der Besuch verstärkt im Zeichen des Sports. Außer den Erbacher Aikidokas fuhren auch der Schützenverein Reiskirchen e.V. 1954 und die Boulegemeinschaft Homburg mit an den Atlantik. Beide Gruppen hatten schon früher Kontakte mit Sportvereinen in La Baule. Frank Braß, der Vorsitzende des Schützenvereins Reiskirchen war schon in den späten 1980er Jahren, ganz zu Beginn der Städtepartnerschaft, zu Besuch in La Baule gewesen. Er und seine Mitschützen trainierten mit ihren französischen Gastgebern sowohl mit Luftdruckwaffen als auch mit dem Blasrohr. Vor allem letzteres sorgte für ein sehr lustiges Training, da das Blasrohrschießen in Frankreich noch nicht sonderlich bekannt ist, bei den Gastgebern aber auf lebhaftes Interesse stieß und beim anschließenden Essen reichlich Gesprächsstoff lieferte.
Auch die Boulegemeinschaft Homburg hat schon eine Partnerschaftshistorie. In den 1990er Jahren hatte es erste Kontakte gegeben, die dann aber leider einschliefen. Vor zwei Jahren, anlässlich der 40 jährigen Partnerschaft Homburg La Baule hatten sie den Kontakt dann noch mal erneuert. Dieses Jahr richteten vier Mannschaften ein kleines Bouletournier im Boulodrom von La Baule aus mit anschließendem Buffett mit örtlichen Spezialitäten und Homburger Getränken. In Frankreich ist Boule Nationalsport. In Deutschland ist es eher eine Nischensportart, die, so der Vorsitzende der Boulegemeinschaft Homburg Alfons Schaan, speziell nach Corona leider ein Vereinssterben zu verkraften hat.
Auch Aikido führt in Deutschland eher ein Schattendasein. Da es keine Wettkämpfe gibt, ist die japanische Kampfkunst in der Öffentlichkeit nicht sonderlich bekannt. In Frankreich sieht das anders aus. Dort ist Aikido durchaus sehr populär. Den Lehrgang mit Patrick Bénézi besuchten außer den Homburgern und Aikidokas aus der direkten Umgebung von La Baule auch Teilnehmer aus Brest oder Angers und Paris. An vier Tagen konnten die Sportler alte und neue Varianten verschiedener Verteidigungstechniken mit und ohne Waffen ( Jo und Bokken - Trainingswaffen ) kennenlernen und üben. Die Sprachbarriere war dabei die kleinste Herausforderung. Man machte einfach nach, was vorgemacht wurde und Saarländern ist Französisch ja auch nicht ganz fremd. Abends hatte Rudy Attal vom Aikidoverein La Baule ein gemeinsames Essen der Lehrgangsteilnehmer arrangiert, bei dem man sich wie schon auf der Matte mit Händen und Füßen austauschen konnte.
Zwischen und nach den diversen Trainingseinheiten der einzelnen Gruppen fand sich auch noch Zeit für gemeinsame Essen, Strand- und Stadtspaziergänge und Ausflüge in die nähere Umgebung, zum Beispiel in den regionalen Naturpark La Brière mit seinen Sümpfen oder ins Hafengelände von Saint-Nazaire. Und auf dem Rückweg gab es auch noch die Gelegenheit zu einem kurzen Stopp in Reims mit seiner Kathedrale.
Am Samstagnachmittag wurde die Gruppe auch im Rathaus von La Baule empfangen. Christophe Mathieu, im Stadtrat zuständig für Sport und Städtepartnerschaften hieß die Saarländer herzlich willkommen. Er betonte die gute Zusammenarbeit der vergangenen Jahre. Für die neue Amtszeit hat er sich vorgenommen die Abläufe der Austausche mit den verschiedenen Partnerstädten neu zu organisieren und zu vereinheitlichen und damit zu vereinfachen. So soll es für Vereine, Gruppierungen und interessierte Bürger noch einfacher werden an einem Austausch teilzunehmen. Er wünscht sich auch mehr jüngere Aktive. Dabei waren es wieder einmal alt gediente Mitarbeiter der OMS, Hubert Lessard, Pascal Thomas. Katia d`Herbey und Evelyn Sotin, die während des langen Wochenendes bereitwillig als Fahrer, Helfer und geschätzte Gesprächspartner fungierten.
Die Homburger Sportler haben ihre französischen Partner für nächstes Jahr ins Saarland eingeladen und freuen sich schon auf ein Wiedersehen. © Simone Lukas

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